Auf den Spuren von Gerhart Hauptmann und Ernst-Moritz Arndt
... Hotels Enddorn ein. Eine köstliche Spezialität des Hauses
wird als „Pfefferhering mit Bratkartoffeln“ serviert. Das muss man genossen
haben!
Beeindruckt von vielen bleibenden Bildern und Wissenswertem kehrten wir quer über die Insel fahrend nach Göhren zum Abendessen zurück.
Am Donnerstag, 24. Mai, war der Tag der besonderen
sportlichen
Ertüchtigung
mit zwei kulturellen Höhepunkten angesagt. Entlang der ehemaligen
Eisenbahnstrecke, ausgehend von Putbus, bestiegen wir geliehene Drahtesel
konventioneller Art, um eine Rundstrecke über Graz, Rosengarten und zurück
abzuradeln. Vorbei an einem der Golfplätze der Insel, wo wir den Golfern
zuschauten und etwas über die Golfregeln erfuhren, hielten wir unsere erste
Rast.
Über das Kopfsteinpflaster von Graz – als Sondereinlage
einer rektalen Vibrationsmassage – gelangten wir an das Museumshaus von
Ernst-Moritz Arndt (geb.: 26.12. 1769 in Groß Schoritz, gest.: 29.12. 1860 in
Bonn). Siehe auch:
www.ernst-moritz-arndt-gesellschaft.de. Die inhaltliche und räumliche
Gestaltung zog uns Vier lesend für mehr als zwei Stunden in eine eigene
Faszination.
Ein
abschließendes Gespräch mit einer Stiftungsdame, die uns über das Haus und seine
Träger unterrichtete, war sehr aufschlussreich. Dabei wurde deutlich, dass E-M.
Arndt dieses Haus nie selbst bewohnen konnte, denn es wurde erst nach seinem
Tode für diesen gebürtigen Inselsohn und zu Ehren seines Lebenswerkes errichtet.
Weiter durch die Landschaft an Binnenseen und Binsen- und
Reetflächen vorbei durchquerten wir den Landstrich zurück nach Putbus. Eine
wunderschöne altwürdige Kastanienallee vor Putbus führte uns direkt in den
ehemaligen Schlosspark, der 1810 von Fürst Wilhelm Malte zu Putbus als jüngste
Residenzstadt des Nordens mit italienischem Flair und großzügiger Stadtanlage
gegründet wurde (www.putbus.de).
Noch heute sollten wir in dem nach Originalplänen restaurierten Theater – ein
weiteres Kleinod dieser Insel - einem Einfrau- Kabarett beiwohnen, um den
zweiten kulturellen Höhepunkt zu erleben. Mit dem öffentlichen Bus waren wir
gegen 19 Uhr erneut in Richtung Putbus von Göhren aus gestartet. Es war ein
herrlicher warmer Sommerabend, der uns vor dem zauberhaften Theater in Putbus
empfing. Das Polit-Kabarett war spritzig und trefflich- amüsant dargeboten. Aus
Berlin kommend wurden selbst die neuesten Ereignisse nach der NRW-Wahl
reflektiert und kolportiert. Diese Einlage war ein unerwartetes Erlebnis in der politisch-vermuteten Diaspora!
Über die Odyssee unserer Rückfahrt mit mehreren Kleinbussen, die zur Folge hatte, dass unser Quartett getrennt wurde, könnte Jörg sicherlich ein Buch schreiben, denn er machte noch eine kleine Inselrundreise, ehe er gegen Mitternacht in Göhren wieder eintrudelte. Nur durch die Umsicht seines Zimmermitbewohners Rembert konnte Jörg schließlich auch sein Bett aufsuchen. Sonst wäre wohl eine Freiluftübernachtung zwangsläufig gewesen. Das Hallo am nächsten Morgen beim Frühstück kann man sich vorstellen!
Dem letzten Tag vor dem zu schnellen Ende unseres Brüderurlaubs war eine Rundfahrt auf eigene Faust vorbehalten. Auf Rügen gewesen zu sein und z.B. den Koloss von Prora, Arkona mit Kaiserstuhl, Kreidefelsen nicht gesehen und besichtigt zu haben, wäre eine unverzeihliche Unterlassung. Gemeinsam in einem Auto steuerten wir über Binz und Sassnitz das erste Ziel, den Monumentalbau Prora, an. Ein Rundgang und interessante Gespräche mit heutigen Nutzern machten unvermittelt die unsägliche Dimension unserer Geschichte mit seinen Auswüchsen und Tiefen vor und nach dem Kriege gegenwärtig. Immer wieder drängt sich mir ...
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