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Brüderurlaub 2005

Sechster Brüderurlaub im Ostseebad
Göhren auf Rügen vom 21. bis 28. Mai 2005 - Seite 2

Auf den Spuren von Gerhart Hauptmann und Ernst-Moritz Arndt

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... unmittelbareres Gefühl zur Insel zu erfahren. Das ruhige Wasser der Ostsee war nach Süden als auch nach Norden von allgegenwärtigen strahlend-weißen Federtupfern übersäht. Diese starke Vermehrung der Schwäne, aber auch Kormorane, die wir auch beobachten konnten, sollten lenkende Maßnahmen des Naturschutzes auslösen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Am dritten Tag stand ein Tagesausflug nach Hiddensee auf dem Programm. Mit einem einheimischen Einmannbusunternehmen, wo uns der Inhaber als Busfahrer und als vorzüglicher Fremdenführer und Kenner der Insel begleitete. Während der Fahrt erfuhr die Gruppe in amüsanter Verpackung die Highlights der wechselhaften Geschichte Rügens sowie viele Details über die heimische Kultur. Um das Wesen und die Eigenart der „Ruaner“ zu erfahren, erzählte er in Plattdeutsch eine Anekdote, in der er trefflich und gekonnt die unterschiedlichen Charakteren der Inselbewohner skizzierte. Zu unserem Erstaunen zitierte er aus Werken von G. Hauptmann und Ernst-Moritz Arndt, wodurch wir bereits auf das Erlebnis und die museale Begegnung mit G. Hauptmann auf Hiddensee eingestimmt wurden. Viel Interessantes erfuhren wir über die heutigen Naturschutzbereiche, deren Schutz von seltenen Pflanzen und der Tierwelt sowie über das Festhalten im Bauwesen an der alten und typischen Bäderarchitektur. Dieser anheimelnde und augengefällige Baustil macht diese Insel zu einem wahren Kleinod des Nordens.

Von Schaprode nach Kloster setzten wir mit der Reederei Hiddensee über. Beeindruckend begrüßten uns beim Anlanden die hafenumsäumenden neuen reetgedeckten Häuser von Klosters. Aus der Homepage über Hiddensee ist zu entnehmen:

„Ihr Paradies haben die Hiddenseer auf Erden mit ihrem kleinen Eiland, das nicht umsonst den Beinamen "sötet Länneken" bei den Einheimischen trägt. Rund 1.300 sind es, die die knapp 19 Quadratkilometer große Insel als Heimat titulieren.“

Nach kurzer Einführung in die Geschichte, von der ersten Ansiedlung über die kulturelle Bedeutung dieses Eilands, wanderten wir durch die Dorfstraßen von Klosters, um uns zielstrebend dem Anwesen von Gerhart Hauptmann (geb.: 15.11.1862 in Obersalzbrunn, Oberschlesien, gest.: 06.06. 1946 in Agnetendorf) zu nähern. Durch die sehr detaillierte Kenntnis unseres Reisebegleiters wurden wir in das Wirken und die persönlichen Eigenarten von G. Hauptmann umfassend eingeführt. Dabei erfuhr ich, dass G. H. selbst, ob seiner orthografischen Schwäche, nie selber einen Satz geschrieben hat. Ständig in dem Verbindungsgang zwischen Anbau und Wohnhaus hin- und herlaufend, diktierte er druckreif einer Sekretärin seine bekannten Werke. Auch sein Zuspruch zum Wein machte wohl seinen Keller zum bestsortierten Weinkeller des Nordens. Darüber hat meine Schulweisheit auch nichts verraten!

Beim Wandern über die Insel Hiddensee blieb nicht verborgen, wie die ehemalige DDR ihren Ostseeschutz durch Bunker- und Überwachungssysteme angelegt hatte und diese schöne Landschaft verschandelte. Positiv zu vermerken gilt die Rekultivierung in den ursprünglichen Landschaftscharakter.

Nach fast 80-minütigem Fußmarsch, immer das Wahrzeichen - den weißen Leuchtturm - der Insel im Blick, kehrten wir in Grieben in „Die Bilderkneipe“ des ...

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